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Bly Nocona Una Neshoba
Hier berichte ich über die ersten Wochen mit unserem Saarloos Wolfhond Nocona, allerdings möchte ich etwas ausholen. 6 Jahre habe ich mich mit dieser Rasse beschäftigt und nie hat sie mich los gelassen und mein Interesse war zwischenzeitig in ein regelrechtes Fieber ausgeartet. Damals war es einfach nicht der richtige Zeitpunkt, doch vor einem Jahr haben wir uns dann entschlossen
einen Saarloos in unser Rudel auf zu nehmen.
Vor ca. 1,5 Jahren habe ich für mich die wundervollste Züchterin kennen gelernt und für mich war klar, entweder von ihr einen Welpen oder erst mal keinen. Es war eine mega aufregende Zeit, von der Hitze der Hündin „Nisha“ über den Deckakt bis hin zu heiß ersehnten Geburt der Welpen. |
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Es war der 14.07.09 an dem ich wie ein aufgescheuchtes Huhn hier rum rannte nach dem die Züchterin mir sagte das es wohl im laufe des abends los geht. Der erste Anruf kam um kurz nach 20.00 und es hieß: „Der erste Welpe ist da, es ist eine Hündin!“ Ich bin vor Aufregung wirklich fast gestorben, denn ob für uns auch ein Rüde dabei ist stand ja in den Sternen. Der zweite Anruf kam, wieder eine Hündin. Mein Blutdruck war auf 180. Dann war erst mal für etwa 2 Stunden Funkstille und ich machte mir schon Sorgen ob was nicht in Ordnung war. Dann endlich gegen 23.00 der Anruf: „Halt dich fest, es sind 2 Rüden geboren!“ Mein Freude war unendlich groß und ich musste erst mal weinen. Der Traum von einem Saarloos ist in diesem Moment wahr geworden.
Von da an ging das schreckliche warten los...wann sieht man die ersten Bilder und wann kann man endlich das erste mal hin um die Süßen an zu schauen? Die ersten Bilder kamen gleich am nächsten Tag und was soll man sagen, sie waren alle 6 wunderschön. Doch zu einem hatte ich gleich beim ersten ansehen des Bildes einen besonderen Bezug. Ich wollte mich über die nächsten Wochen nicht dort hinein steigern, denn ehe man die Welpen live gesehen hatte und sich ihr Wesen richtig entwickelt, kann man sich ja eigentlich nicht wirklich fest legen. Ich wollte also offen bleiben für welchen Rüden ich mich entscheide, eben je nach Charakter. Tja was soll ich sagen, dass Gefühl blieb bestehen. Schon bei der ersten Begegnung mit den Welpen, da waren sie 3,5 Wochen, hat sich Rüde „hellblau“ in mein Herz geschlichen! Ich konnte nicht mehr anders. Sein gütiger Blick und sein liebes Wesen hat mich einfach umgehauen und fasziniert. ER war es einfach!!!
Die fast 600km zur Züchterin haben uns nicht davon abgehalten insgesamt 3x zu unserem kleinen Schatz zu fahren. Am 22.09.09 haben wir endlich unseren süßen Kerl holen können. Sehnsüchtig hatte ich auf diesen Tag gewartet. Am Abreisetag war Nocona genau 10 Wochen alt. Die Heimfahrt war im Großen und Ganzen wirklich super. Die ersten 2km hat er etwas gejammert und gesabbert doch es legte sich relativ schnell. Er schlief fast die ganzen 580 km und wachte nur hin und wieder auf wenn ihm etwas schlecht wurde. Insgesamt haben wir 3x angehalten so das er sich lösen konnte.
Zu hause angekommen hat er erst mal alle Räume erkundet. Die Nacht war etwas unruhig, erst gegen 3.00 ist er zur Ruhe gekommen und hat bis morgens 7.00 geschlafen. Nach schon 2 Tagen hat er die Nächte komplett durch geschlafen. Auch mit der Stubenreinheit klappte es hervorragend. Die Züchterin hat tolle Vorarbeit geleistet. Naja, inzwischen passiert doch mal hin und wieder ein Malheur, zu früh gefreut ;o) So kann es eben beim Saarloos gehen.
Inzwischen sind 6 Wochen vergangen und Nocona ist ein wundervoller Hund. Er ist voller Lebensfreude und einfach wunderschön. Er ist mittlerweile schon recht gut auf uns fixiert und folgt uns beim spazieren gehen auch wenn er andere Hunde sieht. Er ist so wahnsinnig schlau und lernt unheimlich schnell. Bei einzelnen Menschen reagiert er zum Teil etwas vorsichtig. Er weicht dann zurück und kommt nur vorsichtig näher. Am besten die Leute lassen ihn „links liegen“ dann kommt er schon von alleine oder benimmt sich neutral. Genauso machen ihm neue Umgebungen und manche Situationen etwas Angst. Wir reagieren dann aber meist nicht darauf sondern nehmen ihn überall mit hin. Jeden Tag erlebt er was neues. Mit anderen Hunden klappt es prima, egal ob klein oder groß, er ist zu allen freundlich und hat keine Angst. Mit dem Autofahren hat er leider große Probleme. Er fängt nun schon an zu sabbern wenn wir nur schon in Richtung des Autos gehen, geschweige denn wir fahren los. Trotz Reisetablette, die bis vor einigen Tagen noch geholfen hat, sabbert er wie verrückt los und muss sich auch ab und an übergeben Wenn wir irgendwo hin fahren und dann angekommen sind, braucht er einige Minuten um sich zu erholen. :o( Ich hoffe der kleine Schatz hat damit nicht mehr allzu lange ein Problem.
Ansonsten ist er ein ganz schön sturer hartnäckiger Charakter. Ehrlich, so was habe ich selten gesehen. Er kaut zum Beispiel das Sofa an und man sagt ihm ein „NEIN“ und er kläfft einen frech an und macht es wieder oder geht dann an ein anders Möbelstück. So geht das manchmal ein paar mal bis er es einsieht es besser zu lassen. Momentan hat er eine neue Masche, er springt an einem hoch und beißt einen dabei in die Klamotten oder/und in die Hände. Das tut ganz schön weh und auch hier ist er sehr hartnäckig in seinem Tun. Eine Hose musste schon dran glauben weil er mir da beim laufen hinein gebissen hat. Naja, aber ich bin auch hartnäckig und man muss eben einfach dran bleiben und nix durchgehen lassen *grins.
Aber Nocona ist bis jetzt genau so wie wir ihn haben wollen. Ich würde ihn für nichts auf der Welt je wieder hergeben. Er bereichert unser Leben und allein bei seinem Anblick geht mir das Herz auf. |
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