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NEU – Degenerative Myelopathie beim Saarlooswolfhond - Gentest verfügbar

 

 

Die Erbkrankheit „Degenerative Myelopathie“ ist eine neurologische Erkrankung, die durch einen Gendefekt verursacht wird. Sie kommt bei vielen Hunderassen und leider auch beim Saarlooswolfhond vor und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Nerven im Rückenmark langsam absterben, wodurch beim Hund, meistens in fortgeschrittenem Lebensalter, Lähmungserscheinungen auftreten. Eine Behandlung der Erkrankung ist wenig erfolgversprechend. Eine gute Ernährung sowie genügend Bewegung (Muskelerhaltung / -aufbau) des Hundes sind aber sicher sinnvoll, um dem Fortschreiten der Krankheit etwas entgegenzuwirken. Genauere Infos zur Degenerativen Myelopathie finden Sie bei Wikipedia.

 

Saarlooswolfhonde können jetzt auf das defekte Gen getestet werden, ein weiterer wichtiger Schritt, um Erbkrankheiten bei der Zucht des Saarlooswolfhondes einzudämmen. Das Gen wird rezessiv vererbt, so wie auch die Defektgene, die für die Augenkrankheit PRA oder den Zwergenwuchs beim Saarlooswolfhond verantwortlich sind.

 

 

Durchführung des Gentests

 

Der Test kann in Deutschland im Labor für klinische Diagnostik (LABOKLIN) durchgeführt werden. Die Gentests werden dort in der Abteilung für Molekularbiologie in Bad Kissingen durchgeführt. Das Labor ist akkreditiert nach DIN EN ISO 17025 und unterliegt strengen internen und externen Kontrollen.

 

Der Untersuchungsantrag kann auf der Homepage von LABOKLIN herunter geladen werden. Er ist hier zu finden. Auf der ersten Seite des Untersuchungsantrags können Sie alle Daten (Besitzer, Daten zum Tier) angeben. Auf der zweiten Seite kann man den gewünschten Gentest ankreuzen (in diesem Fall die Leistung 8158, Degenerative Myelopathie).

 

Zur Durchführung des Tests benötigt das Labor eine EDTA-Blutprobe (ca. 0,5 ml) oder einen Backenabstrich des Tieres. Der Backenabstrich wir landläufig als Speichelprobe bezeichnet, meint aber einen Abstrich aus der Mundschleimhaut. Die Abstrichsets und eine Anleitung zur Proben-Entnahme sendet LABOKLIN seinen Kunden auf Wunsch gerne kostenlos zu. So kann der Backenabstrich vom Hundehalter selbst durchgeführt werden. Das Labor sieht, wenn der Backenabstrich nicht richtig genommen wurde - es fordert dann eine neue Probe an. Der einzige Nachteil der Probenahme durch den Hundebesitzer besteht darin, dass es dann keine neutrale Person (Tierarzt) gibt, die die Identität des Tieres bescheinigt. Das kann jeder Hundebesitzer jedoch selber entscheiden, ob er das braucht (bei Zuchttieren zum Beispiel ist die Bescheinigung der Identität wichtig). Alle Proben können ungekühlt mit der Post verschickt werden.

 

Es besteht die Möglichkeit, dass LABOKLIN Probenmaterial (Blut oder DNA) verwendet, das beim Genetic Counselling Services eingelagert ist. Falls dort bereits eine Blutprobe Ihres Tieres eingelagert ist, vermerken Sie bitte einfach die Nummer, unter der die Blutprobe ihres Tieres bei der GCS archiviert ist, auf dem Untersuchungsantrag.

 

Nach Probeneingang benötigt das Labor ca. 3-5 Arbeitstage bis zur Ergebnisübermittlung. Der Test kostet bei Rechnungsstellung an den Besitzer 60 Euro zuzüglich 19% MWSt. LABOKLIN gewährt für Mitglieder des SWH-Club Deutschland einen Rabatt von 10% (54 EUR plus MWSt.). Bitte legen sie ihre Mitgliedsbescheinigung mit einem kurzen Vermerk (10% Rabatt) dem Untersuchungsantrag von Laboklin bei. Mitgliederbescheinigungen können bei der Geschäftsstelle angefordert werden.

 

Auch in den Niederlanden kann der Test durchgeführt werden. Das Van Haeringen Laboratorium führt hier den Test durch. Das Antragsformular für die Untersuchung können Sie hier downloaden.  Zur Durchführung des Tests wird eine EDTA-Blutprobe ihres Tieres benötigt, die der Tierarzt an das Van Haeringen Laboratorium schicken muss. Auch hier besteht die Möglichkeit, dass, falls bereits eine Blutprobe ihres Hundes beim Genetic Councelling Services (GCS) eingelagert ist, diese Probe zur Durchführung des Gentests genutzt wird. Vermerken Sie lediglich die GCS-Nummer der Blutprobe ihres Tieres auf dem Untersuchungsantrag-Formular des Van Haeringen Laboratoriums. Die Kosten für den Test betragen etwa 60 Euro.

 

 

Bitte teilen Sie uns das Testergebnis ihres Tieres mit  (info@swh-club.de ), damit die Daten in die GCS-Datenbank eingetragen werden können. In dieser Datenbank werden wichtige Informationen über die gesamte Saarlooswolfhond-Population gespeichert, die für eine verantwortungsvolle Zuchtplanung von großem Nutzen sind. Vielen Dank für Ihre Mitarbeit.